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Kindermasken - Dem Kind zuliebe

Kinder haben es in diesen Zeiten alles andere als leicht. Sie vermissen ihre Freunde, die sie kaum noch sehen dürfen, sind im Homeschooling häufig überfordert und haben es permanent mit Erwachsenen zu tun, deren „halbe“ Gesichter, verdeckt durch Masken, sie kaum noch lesen und an denen sie sich nur mühsam orientieren können.

War ihre Welt, durch selbstgenähte und auf ihre Gesichtsgröße angepasste Masken, noch recht lustig und bunt, wird sie nun durch die Einwegmasken und FFP2-Masken einheitlich und weiß. Eine schwierige Welt für Kinder, aber die Pandemie lässt nicht nach; im Gegenteil, durch neuere Mutationen rücken auch jüngere Kinder zunehmend ins Licht des Infektionsgeschehens. Was das fürs Maskentragen für Kinder bedeutet, klären wir im Folgenden.

Zur aktuellen Lage für Kinder in Deutschland

Mit dem Auftauchen der Mutante aus Großbritannien könnte sich auch die Situation der Kinder ändern. Galten gerade diese bislang kaum als Infektionstreiber, legen die Zahlen aus England nahe, dass das veränderte Virus nun auch stärker unter den Kindern wütet. Ganz sicher ist man sich nicht, denn das britische Eiland befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits überwiegend im 3. Lockdown. Nur die Schulen waren geöffnet, wo also hätte das Virus sonst noch wüten können?

Es ist in diesen Zeiten jedoch sicherer, diese Vermutungen auf Deutschland zu übertragen – gerade auch, weil die neue Form des Virus bei uns noch nicht die volle Fahrt aufgenommen hat und wir noch in der Lage sind, uns und unsere Kinder vor der englischen Mutation zu schützen.

OP- / FFP2-Masken für unsere Kinder im Land

Was die Maskenpflicht für Kinder im Land angeht, so gibt es keine bundesweit einheitlichen Verordnungen. Grob lässt sich jedoch sagen: Sieht das jeweilige Bundesland eine Maskenpflicht für Erwachsene im öffentlichen Raum vor, so gilt das ebenfalls für Kinder. Ausnahmeregelungen gelten für Babys und Kleinstkinder. Die neuen Verordnungen mussten nun derart verschärft werden, dass ein normaler Mund- und Nasenschutz im öffentlichen Raum nicht mehr ausreicht. Zu tragen ist nun eine OP- oder FFP2-Maske; und zwar von Jung und Alt.

Zwar befindet sich die gesamte Schullandschaft größtenteils im Lockdown, dennoch bewegen sich Kinder im öffentlichen Raum. Sie werden in ihrer Einrichtung notbetreut, müssen Bus und Bahn nutzen oder haben Arzttermine. Aus diesem Grund sollten sie ebenso wie alle anderen geschützt werden und zum Schutz der Umwelt beitragen. Ist das Virus in seiner mutierten Form ansteckender, muss der Schutz verbessert werden.

Eine OP-/ FFP2-Maske erhöht nämlich in nicht unerheblicher Weise den Eigenschutz des Trägers. Solche Atemschutzmasken, die auch partikelfiltrierende Halbmasken oder Feinstaubmasken genannt werden, haben eine klar weitreichendere Wirkung als der normale Mund-Nasen-Schutz. Aerosole erreichen die Schleimhäute des Trägers nämlich so gut wie nicht mehr, wenn die Nähte der Maske eng am Gesicht anliegen. Auf die richtige Größe ist deswegen gerade bei Kindern zu achten.

Darauf hat sich der Handel mittlerweile eingestellt. Gab es zu Beginn der Pandemie noch keine OP- oder FFP2-Masken in Kindergrößen, so hat sich das mittlerweile geändert. Wichtig ist, dass man auch beim Kauf von Kindermasken auf die richtigen Kennzeichnungen achtet. So regelt eine europaweite Norm (EN149) die Qualität. Weiterhin sollten die Masken durch CE und eine vierstellige Ziffernfolge gekennzeichnet sein. Das muss an dieser Stelle gesagt werden, da sich im Handel viele schwarze Schafe tummeln.

Die Kinder schaffen das!

Es ist natürlich alles andere als ein Vergnügen, diese Masken zu tragen. Das gilt gerade auch für Kinder, die sich in ihrer Bewegungsfreiheit und Spielfreude eingeschränkt fühlen. Auf der anderen Seite bekommen ja Kinder mit, was in dieser Welt gerade los ist, und so möchten auch sie ihren Teil dazu beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Kinder in einem höheren Alter kann man mit Argumenten begegnen, denen sie sich öffnen können. Sie können verstehen, dass sie sich und andere schützen und werden das aktiv unterstützen wollen, auch wenn es nicht immer leicht fällt.

Kleineren Kindern wird es helfen, dass sie die Oma eher besuchen dürfen, auch wenn das heißt, für eine Stunde die Maske tragen zu müssen. Vielleicht ist so auch wieder eine kleine Spielrunde mit der Freundin möglich. Auch das kann motivierend wirken. Das versucht auch der Handel, indem er die OP-Masken bunt gestaltet, um sie so gerade für Kinder attraktiver zu machen.

Hinzu kommt, dass die Maske ja nicht den ganzen Tag getragen werden muss. Wir bewegen uns alle kaum noch im öffentlichen Raum. Für die wenigen Gelegenheiten gilt jedoch, dass man schützen sollte, was man liebt und wenn dafür das Tragen einer OP-/ FFP2Maske erforderlich ist, schaffen wir das auch noch.